Die Tür ins Freie

Die Tür ins Freie

Jeder Mensch sucht. Einige nach Erfüllung. Andere nach Heilung. Viele nach Sinn. Die meisten nach Liebe. Manche nach Freiheit. Im jungen Erwachsenenalter wird die Suche oft schmerzhaft, rastlos, kompensiert durch ein einseitiges Selbstbild, das uns vermeintliche Stärke verleiht, vielleicht auch durch Substanzen oder andere Ablenkungen. In diesem inneren Bild von uns Selbst verweilen wir gern. Solange wie möglich. Manche bis ins hohe Alter. Mit allen Konsequenzen, die dieses kindliche Selbstbild mit sich bringt.

Wir vermeiden die Fähigkeit zu wachsen, zu reifen, einzustehen für unser inneres Suchen.

Wir vermeiden einen natürlichen inneren Impuls, uns zu entfalten, uns tief im menschlichen Sein zu verwurzeln und den Geist erblühen zu lassen.

Wir vermeiden Verantwortung für unser Glück zu übernehmen.

Wir vermeiden unser Bewusstsein zu erkennen, um überhaupt die Fähigkeit zu entwickeln, ganz genau hinzuschauen.

Wir vermeiden, zu verstehen wo wir beginnen, unsere Spur zu verlassen und uns selbst verhindern.

Wir spüren, zumindest ab und zu, dass etwas fehlt. Suchen.

Die Tür ins Freie – eine grundlegende Orientierung

Innehalten.

Uns die richtigen Fragen stellen.

Uns selbst gegenüber so ehrlich wie möglich sein.

Uns Raum geben, damit die richtigen Fragen wie Samen in unsere Tiefe fallen.

Uns Zeit geben, bis die Antworten eines Morgens, eines Nachts wie von selbst in unserem Bewusstsein aufsteigen.

Uns Gefährten suchen, die einen ähnlichen Weg gehen.

Uns erlauben, einfach, klar und vertrauensvoll zu sein.

Uns nach unten verwurzeln, unsere Mitte stärken und uns nach oben öffnen.

Uns im eigenen Rhythmus leben lassen.

Uns bedingungslos lieben.

 

In tiefer Dankbarkeit an meine Mutter Christa, die mich gelehrt hat, bedingungslos zu lieben.

 

No Comments

Post A Comment